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Kajaktour im Stockholmer Schärengarten
Sie sind gerne in der Natur, lieben die Ruhe oder suchen einfach nur nach neuen Trainingsmöglichkeiten für den Sommer? Dann haben wir hier was für Sie! Mit einer kleinen Gruppe waren wir mit dem Kajak auf der Ostsee in den Stockholmer Schären unterwegs, einem Inselgewirr aus tausenden von Eilanden östlich der schwedischen Hauptstadt. Ein Tripp, den man getrost als Entdeckung der Langsamkeit beschreiben kann – und dennoch kam niemand ohne Muskelkater davon.

Naturgenuss vor den Toren Stockholms
Naturgenuss vor den Toren Stockholms

malerische Vogelinsel
Zugegeben, es ist keine sensationelle Neuigkeit, dass man in den nordischen Sportarten im Sommer auch mal aufs Wasser geht. Vor allem die Langläufer schätzen das Paddeln in den schmalen Booten als alternatives Oberkörper-Training, aber auch wegen der sehr erwünschten Abwechslung zu Beginn der langen Vorbereitung auf den Winter. Doch während die Profis natürlich besonders auf den Kraftausdauer-Effekt wert legen und dabei meist auch mit dem nächsten ruhig fließenden Fluss oder Baggersee zufrieden sind, sollte der Hobby- und Freizeitsportler den Naturgenuss in den Vordergrund stellen. Bei der absoluten Ruhe auf dem Wasser, dem langsamen Dahingleiten und dem beruhigenden Plätschern der Paddelschläge lässt es sich hervorragend entspannen, womit neben den Armen auch die Seele kräftig Kraft tanken kann.
Von diesem Standpunkt aus gesehen ist eine Reise nach Schweden fast schon die logische Konsequenz. Natürlich gibt es auch in Deutschland schöne Gewässer, die sich mit dem Kajak erkunden lassen. Sei es nun die deutsche Ostsee, entlang des Wattenmeeres der Nordsee oder auf den großen und kleinen deutschen Seen und Flüssen – reizvolle Landschaften lassen sich überall finden. Doch vor allem bei Mehrtagestouren profitiert man vom skandinavischen Jedermannsrecht, überall sein Nachtlager aufschlagen zu können, wo es nicht explizit verboten ist. Und so machten wir uns auf in eine Gegend, in der man vielleicht nicht unbedingt die schwedische Wildnis erwarten würde, nämlich direkt vor den Toren Stockholms.

Der Stockholm vorgelagerte Schärengarten bietet vor allem für Anfänger einige Vorteile. Obwohl man sich auf dem Meer bewegt, ist man dennoch immer in unmittelbarer Nähe zum Festland oder einer Insel, was ein gewisses Gefühl von Sicherheit vermittelt. Darüber hinaus ist hier der Wellengang natürlich bei weitem nicht so hoch wie auf dem offenen Meer, was die Sache vor allem während der ersten Stunden im Kajak enorm erleichtert.

Materialkontrolle
Kajakfahren in Schweden

Einfach reinsetzen und lospaddeln ist nämlich keinesfalls angesagt. Nach unserer Fahrt mit der Personenfähre, die uns nach Finnhamn, einer der östlichsten Schären, brachte, war erst einmal Materialkontrolle angesagt. Ohne Karte und Kompass geht bei einem Seekajak schon einmal gar nichts. In der – zumindest für den Laien – immer gleichen Wasserlandschaft zwischen den Inseln könnte man wohl tagelang im Kreis fahren, ohne es zu bemerken. Zum Glück hatten wir aber einen Führer dabei, der den Umgang mit den Navigationsgeräten beherrschte und sich natürlich auch so gut genug in den Schären auskannte.

Bevor es los geht ...
Kajak

Nächstes Problem: das Gepäck. Wer schließlich erwartet, gelegentlich nass zu werden, hat bekanntlich auch viel dabei, doch inklusive Zelt und Schlafsack muss das erst einmal im Kajak verstaut werden. Umpacken und Auspacken war angesagt, und so manches Teil wurde am Ausgangsort zurückgelassen.

Zuletzt wurden noch die Pedale eingestellt, mit denen man das Steuer bedienen kann. Diesen Luxus hat zwar nicht jedes Kajak, es sollte sich jedoch noch als ganz nützlich erweisen. Zuletzt kamen noch die Spritzdecken an den Mann bzw. die Frau, also jene wasserdichten »Röckchen«, mit denen man die Sitzluke nach dem Einsteigen verschließt. Nicht zu vergessen natürlich die Schwimmwesten, womit der Sicherheit dann aber auch Genüge getan sein sollte. Also rein ins Kajak und los zur nächsten Insel, dachten wir jedenfalls.

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